Kangaroo Connection

Samstag, April 30, 2005

Housewarming und Geburtstag

Von dem ein oder anderen Geburtstag habe ich ja schon berichtet. Das wird wahrscheinlich auch nicht so bald aufhören, weil ja ständig irgendwelche Partys sind. Am 30. April hat meine Kommilitonin Sarah aus den USA ihren Geburtstag gefeiert und gleichzeitig auch noch die neue Wohnung wo sie und Heather wohnen, eingeweiht. Beide haben vorher in einem total überteuerten Studentenwohnheim direkt an der Uni gewohnt und wollten dort unbedingt weg. Jetzt wohnen sie in einem Penthouse mitten in Sydney am Hyde Park und können zu Fuß zum Opernhaus, Darling Harbour, Central Station, Kings Cross und alle anderen unterhaltsamen Stadtteilen gehen. Die Wohnung ist in einem Wolkenkratzer im 23. Stockwerk mit Balkon und Wintergartenbalkon, von wo man das Wasser mit den Booten der Jacksons Bay sehen kann. Jacksons Bay ist die Bucht vom Hafen von Sydney über die auch die Harbour Bridge verläuft. Ganz oben drauf auf dem Wolkenkratzer ist eine Dachterrasse mit eingebauten Grillen, wo man schön Australisch barbecuen kann. Die Sicht von dort oben ist natürlich noch besser. Die Terrasse kann man ganz für sich alleine haben, wenn man es vorher anmeldet, aber für gewöhnlich ist da eh keiner. Im Gebäude gibt es auch noch einen Squash Platz, ein Schwimmbecken, einen Fitnessraum und einen Tischtennis und Billard Raum, die für alle Bewohner zugänglich sind.



Ganz billig ist das natürlich nicht, aber so teuer, wie man es sich vorstellt auch wieder nicht. Auf jeden Fall ist es gut Freunde zu haben, die so eine tolle Wohnung mitten in der Stadt haben und die auch gerne und oft feiern. Selbstredend waren wieder die üblichen Verdächtigen anwesend, und wir haben lecker Sambuca vernichtet.


Mittwoch, April 27, 2005

Byron Bay

Dank der vielen Billigflug Gesellschaften in Australien kann man sehr gut auch mal aus der Stadt rauskommen, wenn die Zeit es zulässt. Mid-Semester Break ist eine ideale Gelegenheit dafür und so sind Oceane und ich am Dienstag (27.04.05) früh morgens zum Flughafen von Sydney gefahren und in Lismore an der Grenze zu Queensland 1,5h später wieder ausgestiegen. Der Fieger hatte drei Sitze pro Reihe und insgesamt nur knapp über 10 Reihen. Statt Düsen gab’s Propeller und statt Bordfilm eine sehr schöne Aussicht auf die Küste von New South Wales. Der Flughafen von Lismore hat die Verkehrsproblematik sehr clever gelöst: Es gibt einen drinnen und einen draußen Bereich. Das Flugzeug rollt und parkte direkt vor dem Gebäude und man steigt einfach aus und läuft in den Flughafen rein. Gepäckbänder gibt es auch nicht. Das Gepäck wird einfach vom Wagen in der Wartehalle abgelegt, wo man sich dann ein schönes Gepäckstück mitnehmen kann.
Oceanes Ex-Stiefmutter hat uns abgeholt und wir wohnen bei Ihrer Schwester, die zwei kleine Töchter (7 und 9) mit virtuell unendlicher Energie hat. Das Haus ist ziemlich auf dem Land mit 5 Pferden, die sich in dem riesigen Garten zwischen den Hühnern mit den Kücken, dem Kaninchen und den Katzen tummeln (und verwunschenen Prinzen natürlich). Ein riesiger Baum, der in jeder Hinsicht größer als das Haus ist steht hier auch rum, der nicht nur die Kinder zum Klettern einlädt. Eine Australische Villa Kunterbunt ist das quasi.


Bäume zum klettern gibt’s aber auch im Regenwald, wovon es hier und da ein paar Gebiete gibt. In einem riesigen hohlen Baum sind die Kids natürlich viel höher gekommen, als irgendwer von uns klobigen Erwachsenen.




Wir hatten für die Zeit wo wir da waren den Mitsubishi Pajero – ein Geländewagen der uns mit einem spaßig-australischem Ersatzreifen hinten dran zum Strand und in die Stadt getragen hat.

Der Wagen kannte sogar den Weg zu einem super schönen versteckten Strand, den sonst anscheinend keiner kennt. Er ist etwa 1,5 Kilometer lang und an den Seiten und Hinten von Felsen und Regenwald eingeschlossen. Den Pajero am Ende der Schotterpiste abgestellt folgt man einem Trampelpfad durch viel Gestrüpp bis zum Strand und hat dann aber auch einen ganzen Strand für sich! So zum Bodyboarden und Sand zwischen den Zehen verteilen.


Die Stadtstrand von Byron Bay und ein paar andere haben wir natürlich auch noch angetestet aber der erste war der Beste. Byron ist übrigens der östlichste Punkt Australiens, wenn ich das mal als touristisches Partywissen hier einstreuen darf. Der Leuchtturm markiert die Spitze auf diesen Bildern:






In Byron Bay haben sogar die Mülltonnen einen Bachelor of Sciences ;o)

Beim Herumfahren mit dem Auto in Richtung Hippiehochburg Byron Bay sind wir an diesem Straßenschild ganz oft vorbeigekommen, wo offensichtlich ein „T“ fehlt. Ein Schelm, wer Absicht unterstellt.

Im Gegenzug für die Unterkunft, die wir umsonst zur Verfügung gestellt bekommen haben und auch das ein oder andere Bier, haben wir natürlich auf dem Gelände mit angepackt und zum Beispiel den Elektrozaun neu gespannt und angeschlossen. Roz konnte ich überreden auszuprobieren, ob er auch richtig funktioniert. Seine Reaktionszeit auf den Kontakt mit den paar Volt hat mir zu denken gegeben aber die wurde mit der Zeit besser. ;o)



Und weil wir ja alle brave Studenten sind haben wir auch alle ein bisschen Uni Arbeit mitgebracht und an einem Abend versucht etwas damit vorwärts zu kommen… Selbstverständlich hat das überhaupt gar nicht funktioniert.

Samstag, April 23, 2005

Oces 21st Birthday

Am 23 April hatte meine australische Mitbewohnerin Oceane Geburtstag und ist 21 geworden. Der 21. Geburtstag ist hier eine große Sache, die entsprechend gefeiert werden will. Oce hat eine Party in dem Keller eines spanischen Restaurants geplant und hat tolle Einladungen mit einem Kinderfoto von sich auf der Vorderseite gebastelt.

Aber die Party war ja erst am Wochenende. Am eigentlichen Geburtstag haben wir abends einen „Kuchen“ gebacken und sie damit sichtlich überrascht. Wir hatten nichts zum Kuchenbacken da, also gab’s halt ne Obstplatte mit einer Kerze drin und leckerem Rum-Cola aus Plastik-Gläsern.


Anne, Roz und ich haben ihr ein Kleid geschenkt, dass sie in einem Geschäft anprobiert hat sich aber nicht gekauft hat, obwohl es ihr super gut gefallen hat. Anscheinend hat ihr auch das gefallen und sie hat es gleich anprobiert.


Die Party war super! Es gab leckere Tapas und reichlich Sangria. Die üblichen Verdächtigen waren selbstverständlich auch anwesend: von links nach rechts – ich, James, Aaron und Tad.

Natürlich waren noch andere spaßige Partygäste da und nachdem die Sangria-Vorräte zu neige gingen sind wir weiter Richtung Kings Cross in einen Club gezogen.



Montag, April 11, 2005

Rafting

Die Uni veranstaltet ab und zu Ausflüge oder andere lustige Trips wie zum Beispiel die Anfänger Surfstunde, bei der ich am Anfang vom Semester war. Am 11. April gab’s Whitewater Rafting, allerdings nicht auf einem reißenden Gebirgsfluss wie das normalerweise üblich ist sondern mitten in der Pampa. Wie das möglich ist ohne Berge und natürlichem Wasser? Tja, mit der eigens für die Olympischen Spiele gebauten Whitewater Rafting Anlage. Ein Quadratisch verlaufender, künstlicher Fluss mit strategisch eingebauten Stromschnellen und Hindernissen durch den tausende Liter Wasser gepumpt werden hat uns in dem Raft umher getragen. Ein bisschen paddeln mussten wir natürlich auch und beim Kentern üben hat’s doch glatt meinen Hausschweden aus dem Boot geschwemmt. Lustig war’s aber den vollkommen hat es den Spaßfaktor nicht ausgereizt…