Kangaroo Connection

Dienstag, März 15, 2005

Surfen


Um richtig in die Australische Kultur einzutauchen muss man natürlich auch mal auf einem Surfbrett gestanden haben. Am besten noch, wenn sich das Brett auf dem Wasser befindet und am aller besten wenn es auch noch von einer Welle Richtung Strand getragen wird. All das zusammen ist gar nicht so einfach wie es sich anhört oder auch manchmal aussieht.

Meine Uni hier hat einen Surfkurs angeboten den ich natürlich gleich mitgenommen habe. Da bekommt man ein Anfänger Brett und die Touriwellen von Manly. Dass das Surfen da ganz gut klappt dürfte an dem geringen Schwierigkeitsgrad liegen. Hier surft so ziemlich alles was auf zwei Beinen stehen kann…


Mit gestärktem Selbstbewusstsein bin ich dann mit meinen surf-erfahrenen Kommilitonen Josh aus Florida und Olivia aus Süd Afrika eines Samstag Morgens um 7 Uhr zu einem „richtigen“ Strand mit einer vernünftigen Brandung aufgebrochen. Josh hat mir sein zweites Brett geliehen und Olivia hat sich praktischer weise vor kurzem einen alten Kombi gekauft, der uns die Busfahrt erspart hat.


Tja, die „vernünftige“ Brandung und das „vernünftige“ Brett sind aber gar nicht so einfach zu beherrschen, wenn man grade mal zwei Stunden Anfängerunterricht hatte und so kam ich mir dann doch eher so vor als wäre ich in einer Waschmaschine anstatt auf einem Surfbrett. Immer wenn ich in die Wellen gepaddelt bin und grade aufstehen wollte, ist sie über mir zusammengebrochen und hat mich unter Wasser den Schleudergang erleben lassen. Die Reißleine von dem Surfbrett, das ohne mich weiter gefahren ist hat mich dann daran erinnert wo oben ist. Vielleicht sollte ich dann doch erstmal noch ein wenig mit dem Anfänger Brett in Manly zwischen den Touristen lang paddeln und mir die tollen Sandburgen anschauen, bevor ich mich wieder in die drei Meter Wellen wage.