Kangaroo Connection

Donnerstag, März 10, 2005

Ikea

Ein Ausflug in das beliebte, globalisierte Möbelhaus aus Schweden wurde überfällig, nachdem ich immer noch keinen vernünftigen Schreibtisch gefunden hatte und das Studieren zwischen Ketchupflaschen und Brotkrümeln doch etwas mühsam wurde. Der nächste Ikea liegt allerdings beim Olympia Gelände, wo man nicht gerade mal eben so zu Fuß hinlaufen kann. Also müssen die Öffentlichen Verkehrsmittel herhalten. Im Internet kann man sehr komfortable herausfinden, wie man am besten an sein Ziel kommt und welche Busse man nehmen muss. Nur wie die Bushaltestelle aussieht, die einem als Ziel genannt wird kann man natürlich ganz schwer nur vorher raus finden. Aber dafür gibt es ja die netten Busfahrer. Anne und Roz, die beiden Schweden, die mit mir wohnen wollten der Heimischen Wirtschaftslage etwas helfen und sind als Einkaufsunterstützung mitgekommen. Als wir nun den Busfahrer der Linie 545 fragten wo wir zum Ikea aussteigen müssten meinte der doch glatt, dass er da gar nicht hinfährt. Die Adresse und die Beschreibung von Roz, der da schon einmal war konnten seinem Gedächtnis auch nicht auf die Sprünge helfen, also dreht er sich um und ruft ganz laut zu den Passagieren im Bus: „Hey, fahren wir am Ikea am Homebush Bay Drive vorbei?“ Also wenn hier einer fährt dann er, alle anderen sind ja quasi nur Beifahrer und daher kam auch nur ein verwundertes Achselzucken von den Fahrgästen. Wir sind dann trotzdem eingestiegen und als wir dann 20 Minuten später die großen gelben Buchstaben auf blauem Grund gesichtet und den Knopf zum anhalten gedrückt hatten, hat sich der Busfahrer tausendmal bei uns entschuldigt und wird sich hoffentlich demnächst daran erinnern wo er lang fährt.
Naja, auf jeden Fall wussten wir dann ja auf dem Weg zurück, wo wir aussteigen mussten. Wir hatten da nur ein anderes Problem und das war die Tischplatte, den Stuhl und den ganzen anderen Kram, den man bei Ikea so mitnimmt in den Bus zu verfrachten. Ein Glück dass man hier in Australien keine Münzen in die Einkaufswagen stecken muss, denn sonst hätten wir bestimmt keinen am Straßenrand gefunden, mit dem wir dann das ganze Zeugs von der Bushaltestelle bis nach Hause geschoben haben…
Als Busbeifahrer kann man auch andere lustige Sachen erleben, wie zum Beispiel einen gut gelaunten Busfahrer, der sich entscheidet eine Gute Tat zu tun. Er entschied sich nach seiner Schicht einfach mal so von der Stadt in die Vororte zu fahren und alle Leute die im Rushhour-Verkehr frustriert auf einen Bus warten, umsonst mitnimmt.

1 Comments:

  • Ja, ja, die Busfahr-Geschichten sind doch immer die schönsten...*g*(guck, guck, guck Bernie! Ich hab einen Kommentar geschrieben, wie versprochen!;-))lg sara

    By Anonymous Anonym, at 2:31 PM  

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