Kangaroo Connection

Montag, Februar 07, 2005

Abflug Frankfurt und Dubai

Am Rosenmontag ohne Pappnase und Kölsch am Frankfurter Flughafen zu stehen ist nicht normal für einen Rheinländer. Aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Die Fluggesellschaft erwartet auch noch, dass man sein Leben für ein Jahr auf eine Tasche und 20 Kg beschränkt, aber das kann man ja zum Glück auch kreativ lösen: Ein Reiserucksack versteckt in einer Golftasche kann umsonst zusätzlich mitgenommen werden, wenn das ganze vorher als Golfgepäck angemeldet wurde. Und so bin ich dann vorbei an den Funkemariechen, ähm Stuardessen zum Karnevalszug, nein, Flieger und hab mich auf meinen Barhocker, ach nee, Fensterplatz niedergelassen.
In Dubai angekommen wurden die Anne und ich von einem Fahrer im Schneeweißen Volvo abgeholt und zum Hotel chauffiert, wo wir dann den Tilman und die Andrea, zwei deutsche Studenten, die auch in Australien studieren, getroffen haben.

Die nächtliche Suche nach dem „Global Village“ gestaltete sich sehr schwierig, dafür gab es aber ein paar nächtliche Impressionen von Dubai.Tag zwei der Reise begann mit einem Ausflug zum Strand mit Sicht auf das berühmte Hotel Burj Al Arab.

Der Taxifahrer, der uns dort hin gefahren hat, hat etwa alle zwei Meter der Strecke gefragt, ob er uns nicht doch lieber nach Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fahren solle. Wir haben die verführerischen Argumente jedes Mal für durchschnittlich 0,438 Sekunden abgewägt, uns dann aber doch jedes Mal wieder für ein eindeutiges „Nein“ entschieden. Ein selten spassiger Taxifahrer war das. Am Volleyballnetz vom Strand haben wir es zu viert mit fünf Chinesen (zu meiner Verwunderung ohne Kontrabass) aufgenommen.

Ein Sieger war nicht aus zu machen, was wahrscheinlich daran lag, dass wir keine Punkte gezählt haben.

Bevor wir wieder in die Stadt zurück sind, haben wir unsere winterlich bleichen Körper noch im Badenwasser warmen Salzwasser vom Persischen Golf gebadet und einen „Schatz“ verbuddelt. Prinzipiell kann jeder den Schatz suchen und finden, aber ich gehe mal davon aus, dass Jan und Julia die ersten sein werden, die sich dort hin begeben werden.In der Stadt sind wir dann über einen Basar geschlendert, der aber eher langweilig war: Fast nur Stoff zum kaufen und keine Spur von Hektik und Gefeilsche. Ein Emirati der in Deutschland Maschinenbau studiert hat und mit fließendem deutsch Eindruck schinden konnte, war das Highlight.

Abends haben wir schließlich doch noch das Global Village gefunden (30 min Taxi fahrt und diesmal sogar in Richtung Abu Dhabi). Mitten in der Wüste war eine Art Expo aufgebaut mit Ständen von fast jedem Land.

Richtig spannende Dinge gab es dort nicht zu sehen. Im Deutschen Stand z.B. stand ein weißer Porsche Ceyenne, wovon es aber auf Dubais Straßen nur so wimmelte und daher nichts Besonderes war. Richtig interessant fand ich die Container-Moschee auf dem riesigen Gelände. Ich musste dreimal hinschauen, um zu verstehen was ich da vor mir habe. Tja, draußen in der Wüste, wo mal eben ein mehrere Quadratkilometer großes Möchtegern Expo-Areal aus dem Boden gestampft wird muss man sich eben zu helfen wissen.